Vier Fragen an Thomas Heller

Seit April 2025 leitet Thomas Heller das Senioren-Zentrum Matthias Pullem Haus in Köln. Im Interview spricht er über seine Motivation, seine Vision und seinen Weg zu den Ordenswerken.

Seit fast 30 Jahren bin ich in der Gesundheits- und Altenhilfebranche tätig – mein beruflicher Einstieg begann mit dem Zivildienst, einer prägenden Zeit, in der sich meine Leidenschaft für die Arbeit mit älteren Menschen entwickelte. Im Anschluss war ich zunächst als Pflegehelfer tätig, bevor ich 2002 die Ausbildung zum examinierten Altenpfleger begann. Mit dem erfolgreichen Abschluss verfolgte ich konsequent das Ziel, Verantwortung zu übernehmen und in leitende Aufgabenbereiche hineinzuwachsen. Seit 2007 war ich in verschiedenen Führungspositionen in der Altenhilfe in Köln aktiv. Diese Jahre waren geprägt von wertvollen Erfahrungen in der Leitung, Organisation und Weiterentwicklung von Pflegeeinrichtungen – stets mit dem Anspruch, eine qualitativ hochwertige Versorgung und ein respektvolles Miteinander zu fördern. 

Warum sind Sie zu den Ordenswerken gekommen?
Ich bin zu den Ordenswerken gekommen, weil mich die Verbindung aus fachlicher Qualität, sozialem Engagement und gelebten christlichen Werten überzeugt hat. In meiner beruflichen Laufbahn war es mir stets wichtig, dass meine Arbeit Sinn stiftet – nicht nur organisatorisch, sondern auch im zwischenmenschlichen und ethischen Sinne. Die Ordenswerke stehen für eine Haltung, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt – unabhängig von Herkunft, Glauben oder Lebenssituation. Das entspricht meinem eigenen Werteverständnis und meinem Anspruch an gute Führung: menschlich, verantwortungsbewusst und gleichzeitig professionell. Nach 27 Jahren in meiner vorherigen Tätigkeit war für mich der richtige Zeitpunkt gekommen, noch einmal neue Wege zu gehen. Ich hatte das klare Gefühl: Ich bin bereit für eine neue Herausforderung, bei der ich meine Erfahrung einbringen und mich gleichzeitig persönlich und fachlich weiterentwickeln kann. Besonders gereizt hat mich die Möglichkeit, mich in einem großen, gut strukturierten Träger einzubringen – mit Raum für Gestaltung, für Austausch mit anderen Führungskräften und für eine Weiterentwicklung, die in der eigenen Einrichtung, aber auch darüber hinaus wirkt.

Was mögen Sie an Ihrer Arbeit?
Was ich an meiner Arbeit besonders schätze, ist die Vielfalt der Aufgaben und die Möglichkeit, sowohl organisatorisch als auch menschlich wirksam zu sein. Kein Tag ist wie der andere – das macht die Arbeit spannend und lebendig. Ich übernehme gerne Verantwortung und finde es erfüllend, die Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen sich Mitarbeitende wohlfühlen und ihre Arbeit mit Motivation und Fachlichkeit ausüben können. Gleichzeitig liegt mir das Wohl der Bewohnerinnen und Bewohner sehr am Herzen. Es motiviert mich, durch gute Strukturen, klare Kommunikation und ein wertschätzendes Miteinander dazu beizutragen, dass sie sich gut betreut und respektiert fühlen.  Besonders wichtig ist mir auch die Teamarbeit: Ich arbeite gerne mit unterschiedlichen Berufsgruppen zusammen, fördere den offenen Austausch und schätze es, gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Die Balance zwischen wirtschaftlichem Denken, fachlicher Qualität und menschlicher Nähe – genau das macht für mich den Reiz dieser verantwortungsvollen Position aus.

Womit verbringen Sie gerne Ihre Freizeit?
In meiner Freizeit verbringe ich sehr viel Zeit in der Natur – am liebsten gemeinsam mit meinem Hund Spike. Ob auf dem Fahrrad oder beim Joggen: Die Bewegung an der frischen Luft hilft mir dabei, den Kopf freizubekommen, Abstand vom oft hektischen Alltag zu gewinnen und neue Kraft für die bevorstehenden Aufgaben zu sammeln. Ein weiterer großer Bestandteil meiner Freizeit ist der Fußball: Er verbindet meine sportliche Leidenschaft mit sozialem Miteinander und Teamgeist. Seit vielen Jahren engagiere ich mich ehrenamtlich in unserem ortsansässigen Fußballverein – sei es als Trainer, Organisator oder einfach als helfende Hand bei Veranstaltungen und Spieltagen. Ich gehe leidenschaftlich gern ins Stadion – besonders, wenn mein Lieblingsverein Bayer 04 Leverkusen auf dem Platz steht. Alle zwei Wochen bin ich bei den Heimspielen in der BayArena dabei und, wenn es Zeit und Arbeit erlauben, reise ich auch gerne zu Auswärtsspielen mit. All diese Aktivitäten geben mir Kraft, neue Ideen und einen guten Ausgleich – was sich wiederum positiv auf meine Arbeit auswirkt.

Was begeistert Sie?
Was mich begeistert, ist die Arbeit mit Menschen – besonders dann, wenn ich aktiv dazu beitragen kann, ein wertschätzendes, inspirierendes und gut funktionierendes Umfeld zu schaffen. In meiner Rolle als Einrichtungsleitung erlebe ich es jeden Tag aufs Neue als Antrieb, sowohl organisatorisch als auch im Miteinander etwas zu bewirken. Mich begeistert es, Prozesse weiterzuentwickeln, Lösungen zu finden und gemeinsam mit dem Team etwas zu gestalten, das Wirkung zeigt – sei es im Alltag der Mitarbeitenden oder im Leben unserer Bewohnerinnen und Bewohner. Ich finde es bereichernd, Verantwortung zu übernehmen, den Überblick zu behalten und dabei trotzdem die Nähe zu den Menschen nicht zu verlieren. 

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