Jedes Jahr am 2. November, dem Allerseelentag, feiern wir im Matthias Pullem Haus ein Requiem für die Menschen, die in den Einrichtungen der Ordenswerke gelebt, gearbeitet und gewirkt haben und die inzwischen von uns gegangen sind. Menschen, die ein Stück unseres Lebensweges mit uns gegangen sind. Mit denen wir gelacht, gescherzt, Freude und Sorgen geteilt, gemeinsam geschwiegen und den Alltag gestaltet haben. Sie fehlen uns. Wir vermissen ihr Lachen, ihre vertrauten Stimmen und ihre typischen Aussprüche. Besonders spürbar wird ihr Fehlen, wenn wir auf einen Platz blicken, der nun leer bleibt.
Das Requiem gibt diesen Erinnerungen einen Raum. Es ist eine Zeit der Trauer und Dankbarkeit, zugleich aber auch eine Feier der Hoffnung.
Denn als Christen glauben wir, dass der Tod nicht der Schlusspunkt unseres Lebens ist, sondern die Tür zum ewigen Leben in der Gegenwart Gottes. Eine Tür, durch die unsere Verstorbenen bereits gegangen sind und durch die auch wir eines Tages gehen werden. Unser Glaube schenkt uns die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit all jenen, die wir geliebt, geschätzt und begleitet haben.
So verbinden sich im Requiem Trauer, Dankbarkeit und Hoffnung. Wir vertrauen unsere Verstorbenen im Gebet der Liebe Gottes an.