Altenpflege, Nachrichten, 10/2007

Kleine Untersuchung in Kölner Pflegeheim belegt: Tiere tun Demenzkranken gut

Der Umgang mit Haus- oder Besuchstieren steigert das Wohlbefinden demenzkranker alter Menschen. Das hat nach Auskunft des "Forschungskreises Heimtiere in der Gesellschaft" jetzt eine kleine Studie im "Matthias-Pullem-Haus" des Deutschen Ordens in Köln ergeben.
Petra Schillinger, Heilpädagogin und Leiterin der Einrichtung, hat mit Hilfe des "Dementia Care Mapping" (DCM)-Verfahrens Verhalten und Wohlbefinden von 26 demenzkranken Heimbewohnern aufgezeichnet. Ergebnis: Über 70 Prozent von ihnen reagierten positiv auf regelmäßige Tierkontakte. Sie hätten Bewegungen zielgerichterer ausgeführt als Personen ohne Kontakt zu einem Heim- bzw. Besuchstier, Verbesserungen in Feinmotorik und Orientierung gezeigt und häufiger kommuniziert als in tierfreien Phasen. "Selbst Blickkontakt zum Hund wurde selbstständig aufgenommen und gehalten", zitiert der Forschungskreis Petra Schillinger, "eine Besonderheit für Demenzkranke, denen es häufig schwer fällt, sich auf ihre Umwelt zu konzentrieren."